Samstag, 11. Juli 2020

Laddernschen please, da Glasfaser kommt!

Wenn DG auftaucht wird es wichtig-professionell! Eheschließungen & Geburten rücken in den Hintergrund, Bestattungen finden im Stillen statt. Alles dreht sich um die Zauberfaser!

Briefkästen bersten, Strassenlampenpfosten nah am Kollaps beladen mit Auszügen aus der blauen Bibel. Neuartige Propheten (#schlumpfhausen) gehen von Tür zu Tür, um die Niederkunft der Tönnies-Bautrupps zu verkünden, die in der Nachbarkommune längst das elektrische Leben gekappt haben.

Ein Naturell naturgegebener positiver Ahnungslosigkeit ist von Weitem schon wahrnehmbar. Bei Fragen geht es nur um die Antworten, nie um Aufklärung. Wichtig ist nur der Beitritt, niemals die Folgen.

„Es macht schon Sinn“ ist von bei der Kreisverwaltung zu hören. Würden wir das nicht zulassen, ein späterer Ausbau wäre nicht förderungsfähig. Den Rest regelt der Markt.

Ja nun, so ist das heute. Jetzt zum Thema:

Passt schon. Im Groben zumindest. Die vorhandene Anbindung, irgendwo zwischen 50Mbit/s & 250Mbit/s im Festnetz, 40Mbit/s per Funknetz und wer weiß wie vielen Mbit/s per Hybrid-Anschluss entspricht, per Definition, völliger Überversorgung. Heute. Zwar nicht absehbar, aber jedenfalls irgendwann wird das anders sein.

Und das typisch deutsche Sparbrötchen ist allerhöchst erfreut – die Aufnahmegebühr ist einzusparen! Im Schnitt ganze vorgerechnete 750,- Taler! Da muss man dabei sein! Klar!

Jetzt im Ernst:

Ist schon gut, Besseres wird wohl nicht kommen. Eigenverantwortung ist jetzt gefragt, selbst rechnen und nachdenken gefordert. Vielleicht sogar unabhängige Beratung. Denn ein Wechsel hat Folgen und stellt Anforderungen!

Werden die 40% während der Nachfragebündelung erreicht, findet ein Ausbau statt. Wer dabei ist, bekommt die Glasfaser durchs Anwesen geschossen und in Gebäude gebohrt (»kostenlos«).

Jetzt kommt ein wichtiger Punkt: Ab dem NT muss im Zuhause ein LAN-Kabel zum Router führen! Alternativ wird der NT in der Nähe des Routers, max. 20 Meter entfernt vom HÜP montiert. In beiden Szenarien sind Leerrohre in EIGENREGIE und auf EIGENE KOSTEN zu beschaffen und zu montieren! Und dabei handelt es sich mitunter um aufwändige Installationsarbeiten, inkl. dem Durchbohren von Decken & Wänden. Das ist überhaupt nicht schlimm und auch nicht zu kritisieren. Das muss man aber WISSEN! (Klick zum Erklärbär bei DG)

Nun werden die allermeisten Bekehrten sich auch nicht den Luxus leisten wollen, eine redundante Anbindung zu unterhalten und 2 Anschlüsse zu bezahlen. Ein Wechsel ist die Folge. Ein Wechsel vom aktuellen Anbieter zum Neuen. Die zur Auswahl stehenden Tarife sind dabei im Vergleich echt knapp! Zunächst muss in vielen Fällen die vorhandene E-Mail-Adresse in Sicherheit gebracht werden. Dann müssen die Anforderungen an die Telefonie überprüft werden. Den »Standard« mit 2 Sprachkanälen und 10 Rufnummern gibt es nämlich nach dem Wechsel NICHT mehr!

Allein diese beiden Punkte führen Hier & Da schon zum K.O. oder fordern erhöhte Denkleistung bei der Entscheidungsfindung. Wiederholt: Nicht schlimm - muss man aber wissen und bewusst entscheiden und planen.

Will man dann die Möglichkeiten der neuen Technik wirklich AUSNUTZEN, wird auch entsprechend leistungsfähige Hardware benötigt. DLAN (Netzwerkschlabunsen per Stromleitung) fällt raus, das war aus diesseitiger Sicht ohnehin schon immer Nix. WLAN benötigt aktuelle Router und AccessPoints. Repeater sind wirklich nur in Situationen einzusetzen, in denen es unter keinen Umständen anders geht. Grundsätzlich gilt, wo Kabel geht, nimm Kabel!

Idealerweise geht mit dem Umstieg auf Glasfaser also die Installation einer LAN-Verkabelung einher. Bei vielen ist das sowieso längst fällig. Jetzt wird es nötig, will man die neuen Möglichkeiten wirklich voll auskosten.

Update 12.07.2020 | Per Facebook war von der Mär zur erfahren, die Kupferdoppelader an der der Router bislang betrieben wird, könne intern weiterhin genutzt werden. Auch nach der Umstellung auf die Zauberfaser. Eine klare Falschinformation!

Ebenfalls falsch ist, dass eine Anrufweiterschaltung vom Festnetz ins Mobilfunknetz kostenfrei ist. Gestern selbst erlebt, ohne Worte! Da fehlt ganz viel Wissen und Verständnis um rudimentäre technische Zusammenhänge….

Nächster Punkt, ebenfalls gestern selbst erlebt: Wer heute 1 Anschluss geschäftlich UND privat nutzt, braucht zukünftig 2! Anschlüsse. Eine Vermischung „geschäftlich-privat“ wäre lt. AGB absolut „unzulässig“ und „würde den Vertragspartner (DG) zum Rückbau!? berechtigen“.

Auch von gestern: Zumindest für Geschäftskunden wäre die wichtige Flatrate "Festnetz ► Mobilfunk" nicht buchbar, "es gäbe hier nur Minutenpakete". Falsch! Kostet lt. aktueller Preisliste in den inexio-Tarifen 15,- Taler zzgl. zum Grundpreis von 83,29 Talern im kleinsten Tarif (Taler-Angaben jew. inkl. MwSt). Nix mit Minutenpaketen. Für Privatkunden ist die Flat ins Mobilfunknetz im Tarif ab mtl. 79,99 Taler inklusive, lt. Internetseite der DG.

Hier die Links zu den Leistungs- und Preislisten der DG: Privat | Business

Ein weiterer wichtiger Punkt, IPv4 vs. IPv6: Es scheint, als gäbe es bei DG KEIN natives IPv4! Da sind Probleme beim Arbeiten im HomeOffice absehbar! Die allermeisten VPN-Verbindungen laufen weiterhin über IPv4. Einer der proklamierten Hauptgründe für den Umstieg, wird an dieser Stelle ausgehebelt.

Schon gewusst? Der LaDaDi ist nahezu flächendeckend mit Glasfaser versorgt. An den zahlreichen seit 2014 installierten Outdoorgehäusen, liegt Glasfaser an. Glasfaser ist also längst da und befindet sich weiter im Ausbau um die letzten »weißen Flecken« abzudecken. Das aktuelle Projekt nutzt diese Infrastruktur nicht. Ein komplett neues, 2. Netz wird aufgebaut.

Nebeninformation v. 12.07.2020 Ein Ausbau der Aussiedlerhöfe wird durch DG NICHT stattfinden. Das ist den frei zugänglichen Präsentations-Unterlagen zu entnehmen. Der Zweckverband NGA-Netz DADI, der den aktuell in Betrieb befindlichen Ausbau des Glasfasernetzes seit 2014 realisiert hat, ist hier weiterhin sehr aktiv! Nach aktueller telefonischer Auskunft befindet sich die Realisierung gerade im Vergabeverfahren. Da wird mit Blick in die Zukunft echte Infrastruktur geschaffen, denn der Ausbau findet völlig unabhängig von Vertragsabschlüssen statt. Das ist toll! Einige Aussiedlerhöfe sind längst schon völlig autark per Funknetz versorgt.

Update v. 13.07.2020 | Wenn´s am Ende so ausgeht (KLICK), ist fast alles gut!

Update v. 02.09.2020 | In der Nachbarkommune Schaafheim findet gerade partielles Erwachen statt. Man bemerkt, da müssen Arbeiten im Haus stattfinden. Der Leitungsweg ist vorzubereiten. Auf eigene Kosten. Ja! Leider wird das ganz offensichtlich eher in Randbemerkungen angesprochen, als das klar darauf hingewiesen wird. Das wird vielen so gehen….

Update v. 06.10.2020 | Die Come Connect GmbH in Schaafheim ist jetzt Vertriebspartner! Wer vernünftige und ehrliche Beratung bevorzugt, ist dort gut aufgehoben. Es gibt Service vor Ort und die Dinge werde zu Ende gedacht.

Update v. 07.10.2020 | Die Dinge treten ein, wie angenommen. Wird die Quote nicht erreicht, kommt die Verlängerung. Es drängt sich der Verdacht auf, die »Quote« ist lediglich ein Geschäftsmodell! Belagerte Kommunen werden ausgebaut, sowieso. Von daher mal ganz vorsichtig: Nicht verrückt machen lassen!! Ein Abschluss zu den beworbenen Konditionen ist möglich, bis die Trupps vor der Türe buddeln... 

Mathematik v. 07.10.2020 | Wir kriegen den Hausanschluss ja aktuell »umsonst«. Was also spricht dagegen, sich die Technik einfach zu »sichern«? Klartext: Einfach mal nachrechnen und einen Vertrag abschließen, den Anschluss legen lassen aber nicht nutzen. Den günstigsten Tarif wählen, im 12. Vertragsmonat wechseln und fristgemäß nach 2 Jahren kündigen. Das ist immernoch günstiger, als in 7 Jahren, dann wenn es die Technik wirklich braucht, für viel Geld einen Anschluss legen zu lassen...


(klick) für FOLGE 2 des Beitrags

 

 

 

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